Normales Thema Maximale Hardwarekonfig für Windows 2000 SP4 (Gelesen: 3.262 mal)
Izelord
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Maximale Hardwarekonfig für Windows 2000 SP4
09.10.08 um 12:07:33
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Hallo

Würde mir gern einen neueren PC zulegen. Mein Problem: Ich hab als Selbsständiger weder Zeit noch Muße alles neu auf meinem Geschäftsrechner zu installieren und möchte einfach meine Festplatte ins neue System stecken und glücklich sein.

Jetzt habe ich aber von verschiedenen Seiten gehört, dass Win2k Hardwareunterstützungstechnisch Grenzen gesetzt sind.

Wo liegen diese genau? Weis das jemand von euch?

CPU RAM Taktung Graka, Soundkarte, wo sind die Limits?

Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen

Gruß Izelord
  
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cdk
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Re: Maximale Hardwarekonfig für Windows 2000 SP4
Antwort #1 - 09.10.08 um 17:57:55
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Die einzige mir bekannte Grenze, welche die Hardware direkt betrifft liegt beim RAM. Wie jedes andere 32bit-Os kann W2k maximal 4GB adressieren und davon sind auch nur (abhängig vom BIOS) 3,25..3,5GB nutzbar.

Denkbar wäre auch die Beschränkung auf max. eine CPU bzw. einen CPU-Kern. Dies wäre aber eine rein lizenzmäßige Beschränkung (keine technische) und wäre von der verwendeten W2k-Version abhängig. Die Server-Version kann mit Sicherheit auch mit 4 Cores umgehen.  So rein aus dem Bauch 'raus geraten denke ich aber daß die Pro-Version wenigstens Dualcores unterstützt. Vl findest Du im Web ja noch Archivseiten, welche die Specs diesbezüglich dokumentieren.

Das nächste Problem betrifft auch nicht W2k direkt, sondern die Treiberunterstützung für Deine Komponenten und Peripherie. Nicht jeder Hersteller bietet noch ausdrücklich W2k-Treiber an. Soll aber nicht heißen daß es im Einzelfall nicht auch mit WXp-Treibern laufen könnte. Schau einfach mal auf die Hersteller-Websites Deiner Komponenten. Nicht zu vergessen die des zukünftigen Mainboard-Herstellers.

Und dann muß ich Dir noch den einen Zahn ziehen Zwinkernd: Wenn Du denkst Du könntest einfach die alte Festplatte in den neuen Rechner schieben und dann WIndows booten - das ist ein Wunschtraum! Ganz egal ob wir über W2k oder WXp oder Vista sprechen - die OS' wollen grundsätzlich neu installiert werden wenn sie auf ein anderes Mainboard mitgenommen werden, sonst endet bereits der erste Bootvorgang definitiv im Bluescreen.
Allerdings kann man sich da helfen wenn man den Umzug bereits auf dem alten Rechner vorbereitet, zumindest solange man bei IDE-Platten bleibt. Alternativ läßt sich die Kiste aber auch mit einer Rep.installation von CD wieder hochziehen.

Übrigens - ich persönlich halte W2k für das beste MS-OS überhaupt und seither ging es stetig bergab. Allerdings mußt Du Dir bewußt sein daß dafür keine Sicherheitspatches mehr angeboten werden. Ist aber natürlich unabhängig davon ob Du W2k auf dem bisherigen Rechner oder einem neuen betreiben willst. Aber da sollte man sich schon überlegen ob man das Risiko eingehen will oder anläßlich des Hardwarewechsels auch softwaremäßig einen Schnitt macht...

  

Grütze, cdk

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Elmar Herzog
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Re: Maximale Hardwarekonfig für Windows 2000 SP4
Antwort #2 - 10.10.08 um 14:36:37
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cdk schrieb on 09.10.08 um 17:57:55:
Allerdings mußt Du Dir bewußt sein daß dafür keine Sicherheitspatches mehr angeboten werden.
Das ist nicht ganz richtig. Sicherheitsupdates werden zur Zeit noch angeboten, jedoch keine Produktupdates mehr. Der erweiterte Support soll noch bis 30. Juni 2010 gehen.
  

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jmk
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Re: Maximale Hardwarekonfig für Windows 2000 SP4
Antwort #3 - 14.10.08 um 00:07:34
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Quote:
Mein Problem: Ich hab als Selbsständiger weder Zeit noch Muße alles neu auf meinem Geschäftsrechner zu installieren und möchte einfach meine Festplatte ins neue System stecken und glücklich sein.

Ja, die Muße fehlt mir üblicher Weise auch. Das ist aber meinem Rechner bisher immer vollkommen egal gewesen.

Quote:
Wenn Du denkst Du könntest einfach die alte Festplatte in den neuen Rechner schieben und dann WIndows booten - das ist ein Wunschtraum! Ganz egal ob wir über W2k oder WXp oder Vista sprechen - die OS' wollen grundsätzlich neu installiert werden wenn sie auf ein anderes Mainboard mitgenommen werden, sonst endet bereits der erste Bootvorgang definitiv im Bluescreen.

Das ist der Knackpunkt.

Wenn du dir einen neuen Rechner anschaffst, ist in diesem mit ziemlicher Sicherheit ein anderes Mainboard verbaut, als in deinem alten Rechner. Auf dem neuen Mainboard wird mit Garantie auch ein anderer ATA-Controller (das ist das Gerät, woran Festplatten angeschlossen werden.) verbaut sein, als auf deiner alten Festplatte. Dieser wird auf jeden Fall auch einen anderen Treiber benötigen. Dein Windows hat aber nur den Treiber für den alten ATA-Controller installiert. Du müsstest also vor dem Wechsel in den neuen Rechner auf deinem alten PC zusätzliche Treiber für weitere ATA-Controller (allgemeiner spricht man auch vom Hostadapter) installieren. Eine solche Prozedur wird oft mit "Merge-IDE" bezeichnet. Einige Links dazu findest du am Ende dieses Beitrags.

Außerdem solltest du überdenken, ob du mit deinen Daten nicht auch auf eine neue Festplatte umziehen möchtest. Dafür sprechen mehrere Gründe:
Sicherheit: Deine alte Festplatte wird immer älter und ein Ausfall immer wahrscheinlicher. Aber da du ja sowieso regelmässige Backups anfertigst, lässt dich dieser Punkt kalt.
Performance: Eine neue Festplatte würde einen Geschwindigkeitsvorteil bringen. Nun müssen Business-PCs zumeist nicht die besten Hardwarevoraussetzungen erfüllen, jedoch macht sich eine schnelle Festplatte besonders beim booten bemerkbar. Und booten müssen wir unsere PCs nunmal alle.

Überlege dir also nochmal, ob eine neue Festplatte in einem neuen PC nicht sinnvoll wäre.

Außerdem solltest du uns mitteilen über welches Bus-System deine alte und ggf. deine neue Festplatte angeschlossen werden sollen. Also z.B. ATA(IDE), SATA, SCSI, RAID, ...
Solltest du dich für eine neue Festplatte entscheiden und diese mit einem anderen Bus-System arbeiten, als die alte Platte, werden weitere Anpassungen nötig.

Je nach dem wie, kann es also durchaus sein, dass der Aufwand der nötig ist um dein altes System in denen neuen Rechner zu bringen, größer ist, als der Aufwand einer Neuinstallation. Dazu muss auch gesagt werden, dass Neuinstallation nicht gleich Neuinstallation ist und sehr unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

Sorry, wenn ich dir jetzt den Tag versaut haben sollte. unentschlossen Zwinkernd

Links zum Thema Merge-IDE:
  

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Monika
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Re: Maximale Hardwarekonfig für Windows 2000 SP4
Antwort #4 - 14.10.08 um 21:22:22
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Eigentlich steht ja hier schon alles, aber ich möchte noch einen Aspekt hinzufügen.
Quote:
auf meinem Geschäftsrechner
Bevor ich vor einigen Monaten im Job einen neuen XP-Rechner bekommen habe, habe ich bei meinem alten W2k-System die oben beschriebene c't Impfkur ("Merge-IDE") durchgeführt und dann ein Image gemacht. Für alle Fälle. Zum Glück. Einige "alte" Anwendungen laufen nicht auf XP. Solange ich dafür noch keinen Ersatz habe, benutze ich mein altes W2k als Klon für diese Zwecke in einer virtuellen Maschine (VirtualBox).
Ein W2k-System mit Geschäfts-Software würde ich gut "aufbewahren", evtl. auch auf einer zweiten Platte betreiben.
  

Grüße von Monika
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