Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Windows Vista in einer VM mit VMware Server (Gelesen: 24.446 mal)
cdk
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Windows Vista in einer VM mit VMware Server
15.04.07 um 19:26:51
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Inhalt

Vorwort

Ich möchte hier mal ein kleines Projekt vorstellen was mir persönlich sehr viel Freude bereitet hat, weil es (wider Erwarten) eigentlich perfekt funktioniert - eine Test-Installation von Vista-Ultimate (32 Bit) in einer VM (VM = Virtuelle Maschine = unabhängiger virtueller PC in einem Windows-Fenster).

Nun ist Vista ja eigentlich ein schlechtes Beispiel für VMs - die neue Oberfläche "Aero", mit ihren optischen Effekten wie durchsichtigen Fenstern, bleibt dabei auf der Strecke weil VMs generell die benötigten 3D-Funktionen der Grafikkarte nicht in die virtuelle Umgebung einbinden können. Bei der sonstigen Funktionalität Vistas muß man aber keine Abstriche in Kauf nehmen.
Die Intention bei meinem Projekt war es eine Testumgebung zu erzeugen, in welcher ich Vista ausgiebig ausprobieren kann bevor ich es anschließend eventuell auf meinen "echten" PC loslasse - und ich könnte mir vorstellen daß einige andere User dieselben Bedenken mit mir teilen.


Links zum Thema

VMware:
Windows Vista:

Hinweis in eigener Sache

Der vorliegende Thread spiegelt meinen derzeitigen Kenntnisstand wider. Ich garantiere weder für die Vollständigkeit oder Richtigkeit aller Angaben noch übernehme ich die Verantwortung für Fehlinformationen.
Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben behalte ich mir das Recht vor, Änderungen an beliebigen Stellen dieses Themas ohne weitere Ankündigung vorzunehmen.



  

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Windows Vista in einer VM - Einleitung
Antwort #1 - 15.04.07 um 19:30:36
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Einleitung

Realisiert habe ich dieses Projekt mit dem kostenlosen VMware Server 1.02 (Download 150 MB) - nach Angabe der eigenen E-Mail Adresse erhält man im Handumdrehen eine für den uneingeschränkten Betrieb erforderliche Seriennummer (Anmeldung) zugemailt.

VMware Server ist für den privaten, nicht-kommerziellen Einsatz ohne Einschränkungen verwendbar.

Laut Hersteller hat die Vista-Unterstützung von VMware Server noch den Status "experimentell", aber außer einem Bug bei der Unterstüzung von USB-Sticks (s.u.) sind mir auf meinem System keine Probleme aufgefallen. Das Konkurrenzprodukt Virtual PC von Microsoft bietet nach wie vor keinerlei USB-Unterstützung - also was soll's...


Da wollen wir hin...



Systemvorraussetzungen

Software:
VMware Server läuft (mit Einschränkungen) unter jeder Windowsversion ab Windows 2000. Offiziell wird für die volle Funktionalität zwar ein Server-Betriebssystem gefordert, aber für dieses Vorhaben ist das keineswegs erforderlich - mein Projektrechner läuft unter Windows XP Professional SP2.
Nebenbei sei noch erwähnt, daß der VMware Server ebenso unter zahlreichen Linux-Varianten eingesetzt werden kann.

Hardware:
Die benötigte Hardware wird in erster Linie vom Guest-Betriebssystem, in unserem Fall also Vista, diktiert (der "Guest" ist das System, welches innerhalb der VM läuft). Laut Microsoft verlangt die in diesem Beispiel verwendete Ultimate-Edition optimalerweise u.a.:
  • 20 GB (oder mehr) freier Festplattenspeicherplatz
  • 1 GB RAM Hauptspeicher
  • 1 GHz CPU
In unserem Fall müssen wir natürlich noch weiteren Festplattenplatz zur Installation von VMware z.Vfg. haben (300 MB) und bedenken daß man sich eventuell noch ein Backup der VM anlegen will.
Vor allem benötigt wird aber: RAM, RAM, RAM! Schließlich muß der Host ja auch noch genügend Luft zum atmen haben (der "Host" ist der eigentliche Rechner, auf welchem die VM läuft). Will man dem Guest tatsächlich 1 GB Arbeitsspeicher spendieren sollten insgesamt also mindestens 1,25..1,5 GB verfügbar sein, denn der RAM wird exklusiv zugeteilt. D.h. Guest und Host können ihn nicht gleichzeitig gemeinsam verwenden.
Bei schwächer bestückten Maschinen könnte man jedoch auch in Erwägung ziehen nicht die Ultimate-Version von Vista zu verwenden, sondern die abgespeckten Home-Premium oder Home-Basic Varianten. So benötigt Home-Basic beispielsweise nur 512 MB RAM, 800 MHz CPU sowie 15 GB Festplatte um rund zu laufen.

Hinweis: Ob Vistas Home-Versionen überhaupt in einer VM installiert werden dürfen richtet sich nach nationalem Recht. Generell ist das seitens Microsoft nicht vorgesehen - diese rein lizenrechtliche Einschränkung trifft allerdings speziell in Deutschland nicht zu.

Solange die Host-CPU nicht gleichzeitig andere Performance-trächtige Jobs oder weitere VMs ausführen muß, wird ihre Leistung mit geschätzten 70..90 % an die VM weitergereicht. Wäre sie also für den nativen Betrieb (= Betrieb auf echter, nicht-virtueller Hardware) von Vista leistungsfähig genug, dürfte sie es in den meisten Fällen auch für eine Vista-VM sein.
Wir sehen also daß eine virtuelle Umgebung niemals Ersatz für schwache Hardware sein kann. Läuft Vista nativ nicht vernünftig wird es das in einer VM erst recht nicht tun! Im Umkehrschluß bedeutet das aber natürlich auch, daß einer nativen Vista-Installation auf derselben Hardware nichts im Wege steht, wenn es in der VM keine Performanceprobleme hatte. Mal abgesehen von eventuell auftretender Treiber-Problematik.

Mein Projektrechner ist ein mittelprächtig bestücktes PC-System mit
  • Dualcore Athlon 64 mit 2,6 GHz
  • 2 GB RAM
  • 500 GB Festplatte
Damit macht das arbeiten in der VM ohne Einschränkungen Spaß. Keine Stockungen, kein Ruckeln. Schaltet man um auf Vollbild-Modus vergißt man völlig daß man sich in einer virtuellen Umgebung befindet.
Mit diesem meinem Hardwarestand habe ich nun endlich ein Level erreicht, unter dem es - für meinen Geschmack - wirklich Sinn macht auch Desktop-VMs  in einer virtuellen Umgebung zu betreiben.


Wichtiger Hinweis für aktivierungssüchtige (Microsoft-)Betriebssysteme wie Vista oder XP

Das Arbeiten mit VMs verführt natürlich zu ständigen Optimierungsexperimenten. Zu leicht lassen sich die zugewiesenen Resourcen wie virtuelle Festplatten, Netzwerkkarten, RAM, CPU-Kerne etc. auch nachträglich hinzufügen oder ändern ohne das PC-Gehäuse überhaupt öffnen zu müssen - beim nächsten booten der VM startet diese ebenso mit der veränderten Hardware-Umgebung. Allerdings sollte man nicht vergessen daß das Guest-OS (OS = Operating System = Betriebssystem) diese Änderungen ebenso registriert wie es dies "in echt" tun würde. Übersteigt die Anzahl getätigter Änderungen einen bestimmten Wert wird eine Neu-Aktivierung fällig!
Aus diesem Grund empfehle ich also die Aktivierung anfangs noch nicht durchzuführen - Vista genehmigt hierfür einen Zeitraum von 30 Tagen.

Selbiges ist nach Beendigung der VM-Experimentierphase zu bedenken, wenn Vista stattdessen nativ (neu-)installiert wird. Dies bedeutet für das OS einen kompletten Wechsel der Hardware. Wie Microsoft in diesem Fall auf den Wunsch nach Neu-Aktivierung reagiert kann ich nicht sagen. Ein eleganter Ausweg aus dieser Situation ist aber die Verwendung der Ultimate-Version. Für diese Ausgabe wird dem Anwender ausdrücklich die native Installation und die Installation in einer VM zugestanden.




  

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Windows Vista in einer VM - Vorbereitungen
Antwort #2 - 15.04.07 um 19:32:14
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Vorbereitungen

Die Grundvorraussetzungen für das Projekt sind natürlich das Vorhandensein einer Vista-Installations-CD sowie der Download des VMware Servers - ist klar.

Ein weiteres Tool kann uns das Leben aber noch vereinfachen:
Der ISO Recorder (Freeware) erstellt aus vorhandenen CDs/DVDs oder aus einfachen Verzeichnissen ein ISO-Image. Dieses unscheinbare Tool trägt sich nach seiner Installation ins Kontextmenü des Explorers ein.

Was wir auch gleich mal ausprobieren. Vorab sollten wir nämlich schonmal darüber nachdenken welche Tools, Programme oder Treiber später unter Vista installiert werden sollen. Bei mir waren dies u.a. TOTAL COMMANDER, ACROBAT READER, FIREFOX und IRFAN VIEW, diese Auswahl ist aber reine Geschmackssache.
Neben einem eventuell benötigten Druckertreiber müssen wir auch noch einen Treiber für die virtuelle Soundkarte beschaffen - eine Soundblaster PCI 128. Zu diesem Zweck suchen wir die Hersteller-Website auf, denn Vista unterstützt diese Karte nicht freiwillig.
Leider wird auch dort kein Vista-Treiber angeboten, aber glücklicherweise tut's auch der Windows XP Treiber (Download "SBPCI_WebDrvsV5_12_01.exe", 5MB) - zumindest für die 32bit-Version von Vista.

All dies wird in ein gemeinsames Verzeichnis namens VISTA_SOFTWARE o.ä. kopiert (ein aussagekräftiger Verzeichnisname ist jedenfalls nie ein Fehler) und aus diesem nun das nächste ISO erzeugt: Rechtsklick und ISO-Image erstellen mit dem Namen VISTA_SOFTWARE.ISO - abzulegen beispielsweise unter EIGENE DATEIEN. In diesem Beispiel wird stattdessen Laufwerk P: verwendet. Der Speicherort spielt keine nennenswerte Rolle, wir müssen dieses Image später nur selbst wiederfinden.
Auf Wunsch laäßt sich hier auch ein Volume Label angeben, beispielsweise VISTASOFT.






Als nächstes ist die Installations-DVD von Vista fällig: Durch Rechtsklick auf den Laufwerksbuchstaben im Explorer und Image von CD erstellen erzeugen wir daraus nun ebenfalls ein ISO namens VISTA_INST.ISO (die DVD muß dazu natürlich eingelegt sein) und speichern dieses auch wieder unter EIGENE DATEIEN. Das dauert jetzt ein paar Minuten.

Natürlich muß man diesen Umweg über die ISOs nicht zwangsläufig beschreiten - ebenso wäre die Verwendung echter CDs/DVDs möglich, aber erfahrungsgemäß sind diese wesentlich fehlerträchtiger und zudem deutlich langsamer im Zugriff.




  

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Windows Vista in einer VM - Installation VMware
Antwort #3 - 15.04.07 um 19:34:11
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Installation von VMware

Nun folgt die Installation der Virtualisierungsumgebung VMware Server. Ich verwende hier die Version 1.02. Die Installationsdatei und eine Seriennummer dafür sollten inzwischen vorliegen.

Gestartet wird die Installation wie üblich mit Doppelklick. Wir klicken uns weiter bis wir in einer Auswahlbox Custom anstelle von Complete auswählen können. Im folgenden Dialog lassen sich einzelne Teile des Programmpakets gezielt abwählen. Für den Anfang benötige ich eigentlich nur den VMware Server selbst, aber installiere zusätzlich noch VmCOM Scripting sowie das Diskmount Utility - man weiß ja nie was man später noch vorhat...
Über Browse läßt sich hier auch ein alternativer Installationsort auswählen. Es handelt sich hierbei aber lediglich um den Zielort für die VMware-Software - für die Gigabyte-trächtigen VMs wird später ein eigenes, davon unabhängiges Verzeichnis bestimmt.



Anschließend erfolgt die Konfiguration der Host-seitigen Autorun-Einstellung. Ich empfehle hier die Vorgabe beizubehalten, nämlich deren Deaktivierung. Dadurch wird zwar pauschal der CD-Autostart auf dem Host deaktiviert aber auch einige Verwirrung vermieden, welche andernfalls aus diesem Feature entstehen könnte.

Abschließend erfolgt noch die Eingabe der persönlichen Seriennummer - die Felder User Name und Organization sind dabei ohne Bedeutung.


Hinweis: Das mitinstallierte VMware Diskmount Utility (vmware-mount.exe) ist zwar für dieses Projekt ohne Bedeutung, aber stellt ein interessantes Kommandozeilentool dar, welches es ermöglicht den virtuellen Festplatten unter dem Host-OS einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen und somit einen Zugriff auf deren Daten zu ermöglichen.
Es befindet sich nach der Installation im Programmverzeichnis von VMware Server.




  

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Windows Vista in einer VM - Konfiguration VMware
Antwort #4 - 15.04.07 um 19:35:07
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Konfiguration von VMware

Am Anfang jeder VMware-Sitzung steht die Anmeldung am VMware-Host - das ist in unserem Fall wohl grundsätzlich der Local Host, also der Rechner dessen Tastatur und Maus wir gerade bedienen. Dazu genügt die einfache Betätigung der Eingabetaste oder eben ein Klick auf OK.



Hinweis: Durch Verwendung des Kommandozeilenschalters -l kann VMware angewiesen werden sich grundsätzlich und ohne Nachfrage am Local Host anzumelden.
Code
Alles auswählen
vmware.exe -l 




Nun sollten in der VMware-Umgebung noch einige wenige Einstellungen geändert werden. Diese erreicht man über drei verschiedene Menüpunkte:



  • Unter Edit / Preferences können Programm-spezifische Einstellungen vorgenommen werden betreffend Hotkeys, Fenster und Eingabegeräte. Wir müssen hier zwar nichts ändern, aber es kann auch nicht schaden sich die einzelnen Optionen mal anzuschauen.
  • Host / Settings bietet systemnahe Einstellungen. In diesem Dialogfeld läßt sich bei Bedarf ein abweichender Standard-Verzeichnispfad für die VMs definieren und außerdem sollte hier mit viel Fingerspitzengefühl die Verteilung des Arbeitsspeichers zwischen Host und VMs vorgenommen werden:



    Die von Vista-Ultimate benötigten 1GB Arbeitsspeicher belasten jeden Host-Rechner mit weniger als 1,5 GB Arbeitsspeicher schon ganz erheblich. Wie bereits oben erwähnt können Host und Guest den verfügbaren Speicher leider nicht gemeinsam nutzen - zur Laufzeit einer VM muß also jede Maschine mit dem zugewiesenen Bereich auskommen.
    Ich stelle hier 1024 MB = 1 GB ein - die Hälfte meines gesamten RAMs - und verwende die mittlere Swap-Einstellung (Allow some VM memory to be swapped). Das bewirkt, daß dem Host nicht gleich die gesamte reservierte Menge vorenthalten wird solange keine VM läuft.
    Bei Maschinen mit wesentlich knapperem Arbeitsspeicher wäre dagegen eventuell die untere Einstellung sinnvoller (Allow most VM memory to be swapped). Dies gestattet die Zuweisung eines größeren reservierten Bereiches für die virtuelle Umgebung, jedoch können dadurch zur Laufzeit einer VM regelrechte Auslagerungs-Orgien ausgelöst werden, welche die Gesamtperformance in unzumutbare Regionen drücken.
    Geschmackssache - die optimale Feinabstimmung muß man eben durch eigene Versuche ausknobeln...

    Die in dieser Dialogbox getätigten Einstellungen gelten global für alle VMs, welche eventuell zur gleichen Zeit aktiv sind (was in unserem Fall aber erstmal nicht zutrifft da wir für den Anfang lediglich eine einzige VM betreiben). Es handelt sich also um eine Einstellung, welche in erster Linie die Speicherverwaltung des Hosts betrifft.
    Der Arbeitsspeicher, welcher dagegen den einzelnen VMs zugeordnet wird, wird im Rahmen der VM-spezifischen Einrichtung eingestellt - aber dazu später mehr.
  • Der dritte Konfigurationsdialog unter Host / Virtual Network Settings befaßt sich nun mit den Netzwerkeinstellungen.
    Im Reiter Host Virtual Network Settings ändern wir zuerst die Standard-Einstellung für VMnet0. Anstelle von Bridged to an automatically chosen Adapter sollte hier die verwendete Netzwerkkarte explizit festgelegt werden. Das ist der Netzwerkadapter, welcher im Host ans LAN bzw. Internet angeschlossen ist:



    Die eindeutige Zuweisung sorgt hier für klare Verhältnisse.

    Anschließend werden im nächten Reiter Host Virtual Adapters die beiden vorinstallierten Geräte VMnet1 sowie VMnet8 deaktiviert. Sie werden in der verwendeten Beispielkonfiguration nicht benötigt. Also markieren und dann Disable.




    Zum Abschluß die Änderungen übernehmen und das Dialogfeld schließen mit OK.



  

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Windows Vista in einer VM - Erstellen der VM
Antwort #5 - 15.04.07 um 19:36:01
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Erstellen der VM

Als nächstes wird die VM selbst erzeugt. Das ist die virtueller Hardware, auf welcher anschließend das Guest-OS Vista installiert wird. Dieser Arbeitsschritt entspricht in etwa dem Zusammenbau eines PCs aus seinen Einzelteilen.

Nach einem Klick auf New Virtual Machine folgt eine Reihe von Dialogfenstern, welche sich mit den virtuellen Komponenten beschäftigen. Diese will ich im Einzelnen erläutern, sofern dabei von der Vorgabe abweichende Einstellungen getätigt werden.

  • Zunächst wird die Vorgehensweise Custom angewählt.
  • Unter Select a Guest Operating System / Version wählen wir als Vorgabe die 32 Bit Version von Vista namens Windows Vista (experimental).
  • Als Virtual Machine name tragen wir schlicht und ergreifend Vista ein.
  • Im Access rights Dialog entfernen wir das Häkchen bei Make this virtual machine private. Ansonsten ließe sich anschließend ausschließlich unter dem derzeit verwendeten Windows-Account darauf zugreifen.
  • Unter Memory for the Virtual Machine stellen wir 1024 MB ein. Dies ist der konkret zugewiesene Arbeitsspeicher für diese spezielle VM. Die maximale Einstellgröße hängt ab
    - sowohl von der tatsächlich im Host verfügbaren Menge an RAM
    - als auch von der zuvor unter Host Settings getätigten Einstellung für die Reservierung von Arbeitsspeicher.



    Beide Einstellungen lassen sich aber auch wieder beliebig ändern - und das kann auch erforderlich werden, denn zumindest auf schwächeren PCs gibt es hier sicherlich einigen Experimentierbedarf um auszuknobeln mit welchen Einstellungen sowohl der Vista-Guest als auch der Host am besten laufen.

    So könnte man beispielsweise den VM-RAM auf 512MB begrenzen (damit ließe sich dann auch der pauschal für VMware reservierte Wert reduzieren) und schauen wie Vista darauf reagiert. Eine Änderung dieses Wertes für die VM entspricht allerdings aus Sicht des Guest-OS einer Hardware-Umbestückung des Arbeitsspeichers - und wird von diesem somit als eine der Änderungen angesehen, welche nach und nach eventuell eine Neu-Aktivierung erforderlich machen!

    Eine gute Hilfe zur Optimierung der Einstellungen bietet hier, neben der Festplatten-Aktivitäts-LED, der Taskmanager auf dem Host. Dort können im Reiter Systemleistung der Verlauf der Auslagerungsdatei sowie die Werte Physikalischer Speicher / Verfügbar und Zugesicherter Speicher / Insgesamt beobachtet werden. Hier ist die Reaktion des Host-Speichersubsystems bei Ein-Ausschalten einer VM gut erkennbar.
  • Als Virtual Disk Type für die Festplatte wählen wir IDE anstelle von SCSI.
  • Ihre Größe (Disk Size) sollte mindestens 20 GB betragen. Nach wenigen Tagen Reinschnuppern in Vista inkl. Online-Update waren bei mir fast 12 GB belegt, sodaß ich die hier vorgeschlagene Mindestgröße von 16 GB als etwas zu knapp empfinde.



    Das Häkchen bei Allocate all disk space now sollte unbedingt beibehalten werden - es bewirkt daß diese virtuelle Festplatte von Anfang an mit ihrer gesamten Größe auf dem Host angelegt wird, unabhängig davon wieviel Platz tatsächlich belegt ist. Das sieht zwar auf den ersten Blick nach Platzverschwendung aus, kommt aber der VM-Performance durchaus zugute, weil somit ihre Festplatte nicht noch zusätzlich Host-seitig fragmentiert wird.

    Die Option Split Disk into 2 GB files sollte man erwägen wenn die virtuelle HDD auf einer FAT-Partition des Hosts abgelegt (bzw. dorthin kopiert) werden soll, oder um beispielsweise ihre Sicherung auf DVD zu ermöglichen.
  • Als Name des Festplattenabbilds Disk File wählen wir VistaHD0.vmdk. Eine klare Benennung sorgt für Übersichtlichkeit wenn man sich später mal die Dateien der VM im Dateisystem anschauen will.


So, Kaffeepause:



Das Erstellen der 20GB-Festplattendatei kann jetzt schonmal 10..20 Minuten in Anspruch nehmen. Bei langsamer Host-Festplatte auch beliebig länger...

Der so erzeugten Virtuellen Maschine lassen sich nun weitere virtuelle Komponenten hinzufügen. Empfehlenswert wäre da auf jeden Fall noch ein USB Controller. Weitere Kandidaten sind eine Soundkarte,  sowie serielle und parallele Schnittstellen des Hostsystems - falls an diesen Ports angeschlossene Hardware (beispielsweise Drucker) auch in der VM zur Verfügung stehen sollen.

Das Hinzufügen der Geräte erfolgt über Edit virtual machine settings / Add.

Über diesen Dialog (Virtual Machine Settings) legen wir auch gleich noch eine virtuelle DVD ins virtuelle DVD-Laufwerk ein - und zwar das zuvor erzeugte ISO der Vista-Installations-DVD. Das wird bewerkstelligt durch selektieren des virtuellen Laufwerks CD-ROM (IDE: 1:0), Auswahl der Option Use ISO image und anschließende Angabe der gewünschten ISO-Datei:



Abschließend sollte sich unsere neue VM in der Übersicht in etwa so präsentieren:






  

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Windows Vista in einer VM - Installation von Vista
Antwort #6 - 15.04.07 um 19:40:18
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Installation von Vista

Der virtuelle PC ist nun dazu bereit mit Software befüllt zu werden.



Im folgenden möchte ich weder auf die Installation von Vista, noch auf das spätere Arbeiten damit eingehen - sofern es sich nicht um spezielle Stolpersteine oder Eigenheiten dieses Projekts handelt.
Jeder, der diesem Weg bis hier folgen konnte, dürfte auch ohne weitere Hilfe damit klarkommen.

Ab jetzt wird des öfteren das Phänomen auftreten, daß der Mauscursor im Fenster der VM gefangen ist. Um ihn zu befreien einfach <STRG>+<ALT> gleichzeitig drücken. Das kann erforderlich werden wenn Tätigkeiten im Menü des VMware-Fensters anstehen oder andere Dinge auf dem Host-Desktop erledigt werden sollen.
Erst die Installation der VMware-Tools im Guest-OS hebt diese Einschränkung wieder auf.

Da die Installations-DVD von Vista bereits (als ISO) eingelegt ist kann's jetzt losgehen durch Klick auf Start this virtual machine.

Nach dem BIOS-Bildschirm sollte auch gleich das booten von DVD beginnen. Ist das nicht der Fall könnte es an einem beliebten alten PC-Fettnäpfchen liegen - Diskette im Laufwerk.

Also VMware-Menü: Power / Reset um den VM-Neustart durchzuführen und Diskette 'rausnehmen oder ab ins BIOS um die Bootreihenfolge zu ändern unter BIOS-Menü: Boot.
Ins BIOS der VM kann man ganz zu Anfang des Bootvorgangs mit der Taste <F2> gelangen. Abspeichern der geänderten BIOS-Settings mit <F10>.

Nach erfolgreichem Start der Windows-Installation wird man recht bald zur Eingabe der Seriennummer aufgefordert.



Hier entfernen wir das Häkchen bei Windows automatisch aktivieren.... Wie oben bereits beschrieben ist die Aktivierung erst sinnvoll wenn die virtuelle Hardware in ihrer endgültigen Form eingerichtet und optimiert ist.
Diese Vorgehensweise impliziert aber ein weiteres Problem: Ist im LAN ein Internet-Router aktiv ist es, abhängig von seiner Konfiguration, möglich daß unser neu installiertes Vista bereits vom ersten Start an online ist, sich aber mangels Aktivierung keine eventuell erforderlichen Sicherheitspatches laden kann.

Wer diesbezüglich auf Nummer Sicher gehen will: Routerkabel 'raus, und zwar vorzugsweise das Kabel zwischen Router und Internet - der PC sollte auch weiterhin mit dem Router verbunden bleiben, um die LAN-Konfiguration nicht zu beeinflussen. Das bedeutet jedoch auch daß unser komplettes LAN für diesen Zeitraum offline ist!
Alternativ läßt sich aber stattdessen auch oft durch die Filterfunktionen des Routers festlegen, daß nur bestimmten LAN-Clients, hier also unserem Vista-Guest, der Internetzugang verweigert wird. Diese Einstellung sollte man allerdings im Hinterkopf behalten um Frust zu vermeiden wenn später der Internetzugang eingerichtet wird.

Gegen Ende der Installation wird nun die Einrichtung eines Benutzerkontos fällig, also die Angabe eines Benutzernamens sowie des zugehörigen Paßworts. Überflüssig zu sagen daß wir uns dieses Paßwort merken müssen - es wird bei jeder Anmeldung benötigt.



Da der Datenaustausch zwischen VM und Host in Zukunft hauptsächlich über Netzwerkfreigaben erfolgen wird ist es sinnvoll hier gleich einen Benutzeraccount zu verwenden welcher auch auf dem Host existiert und dort ausreichende Zugriffsrechte hat. Dazu genügt es nicht lediglich denselben Benutzernamen zu verwenden, sondern auch die Paßwörter müssen identisch sein.

Ups, schon fertig! Das ging ja schnell - hat nichtmal 20 Minuten gedauert...




Vistas Computerreparaturoptionen

An dieser Stelle möchte ich am Rande noch ein weiteres interessantes Feature der Vista Installations-DVD vorstellen, obwohl dieses beim Betrieb in der komfortablen virtuellen Umgebung eher seltener zum Einsatz kommen muß - die Computerreparaturoptionen. Diese können aber vor allem bei einer nativen Vista-Installation in Notsituationen sehr hilfreich sein.
Sie werden vom Installationsbildschirm der DVD aus aufgerufen.



Dabei werden folgende Möglichkeiten angeboten:
  • Die Systemstartreparatur stellt die Bootfähigkeit Vista wieder her, beispielsweise nach der Parallelinstallation eines weiteren OS wie Windows XP.
  • Die bereits von XP bekannte Systemwiederherstellung läßt sich hier aktivieren, auch wenn Vista nach einer Änderung am System regulär nicht mehr hochlaufen will.
  • Mit der Complete PC-Wiederherstellung läßt sich ein zuvor gesichertes Komplett-Image der Systempartition, beispielsweise nach einem Festplattenaustausch, zurückspielen.
  • Das Speicherdiagnosetool führt bei Verdacht auf RAM-Fehler einen Speichertest durch.
  • Die altbewährte Eingabeaufforderung bietet vollen Zugriff auf NTFS-Partitionen und stellt leistungsfähige Kommandozeilentools wie DISKPART oder ROBOCOPY zur Verfügung.
    Damit läßt sich ebenso auch auf andere Nicht-Vista-Windowsinstallationen zugreifen, welche sich eventuell noch auf der Festplatte befinden.





  

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Windows Vista in einer VM - VMware Tools
Antwort #7 - 15.04.07 um 19:41:23
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Installation der VMware Tools

Nun ist es an der Zeit ein spezielles Softwarepaket für die VM zu installieren, die VMware Tools - das sind spezifische Treiber und Hilfsprogramme. Dadurch wird u.a. endlich der Mauscursor aus seinem Fenster-Gefängnis befreit.
Dazu VMware-Menü: VM / Install VMware Tools... aufrufen. Vor der Installation gilt es aber erst noch Windows davon zu überzeugen daß da nichts Böses im Gange ist:



Dies ist unser erster Kontakt mit einem neuen Vista-Sicherheitsfeature - der Benutzerkontensteuerung (User Account Control). Derartige Warnungen werden uns nun des öfteren begegnen. Sie sollen gewährleisten daß kritische Aktion nicht etwa automatisch von Schadsoftware durchgeführt werden, welche den Weg auf den Rechner gefunden hat.

Im Verlauf der Installation von VMware Tools können wir die Option Shared Folders abwählen, falls zuvor die benutzerspezifische Setup-Methode Custom ausgewählt wurde.
Die Shared Folders stehen meines Wissens auf dem VMware Server ohenhin nicht zur Verfügung.



Nach einem Vista-Neustart ist dieses Programmpaket aktiv und kann über den Tray-Bereich rechts unten in der Taskleiste oder über die Systemsteuerung aufgerufen werden. Allerdings sollte hier lediglich noch im ersten Reiter die Option Time synchronization... aktiviert werden.

Nun lassen sich bei Bedarf auch beispielsweise die Einstellungen für Bildschirmauflösung und Desktop-Farbtiefe ändern über Rechtsklick auf's Desktop / Anpassen / Anzeige.




  

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Windows Vista in einer VM - Hardwareinstallation
Antwort #8 - 15.04.07 um 19:43:14
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Weitere Hardwareinstallation unter Vista

Was nun noch fehlt sind Treiber für die Soundkarte und eventuell noch für Host-seitig angeschlossene Drucker. Handelt es sich dabei um USB-Geräte müssen sie zuvor über VMware-Menü: VM / Removable Devices / USB Devices der VM zugewiesen werden. Gleiches gilt für andere USB-Geräte wie z.B. USB-Sticks - dazu aber bitte auch den entsprechenden Abschnitt unter Weitere Hinweise bei Problemen beachten.

Zum Zwecke der Treiberinstallation haben wir ja bereits zuvor ein weiteres ISO vorbereitet welches wir nun ins virtuelle CD-Laufwerk einlegen: VMware-Menü: VM / Removable Devices / CD-ROM / Edit.

Die Installation der Soundkarte läuft eigentlich in gewohnter Weise ab - es müssen dabei lediglich die eine oder andere Intervention der Benutzerkontensteuerung überwunden werden. Nach einem weiteren Vista-Neustart ist auch diese einsatzbereit, allerdings befindet sich nun noch das Setup-Programm im Autostart welches nun zwar lediglich noch die Installation beenden will, aber auch wiederum von der Benutzerkontensteuerung geblockt wird.
Über das entsprechende Tray-Icon müssen wir dieses also manuell starten um die Prozedur abzuschließen.




Ein abschließender Blick in den Geräte-Manager bestätigt uns die Vollendung der Treiberinstallation - er findet sich unter Vista-Startmenü: Systemsteuerung / Hardware und Sound / Geräte-Manager.

Sollten sich hier noch Fragezeichen-Symbole oder unbekannte Geräte zeigen bedeutet dies, daß weitere Treiber installiert werden müssen - was im Prinzip in gleicher Weise wie bei der Soundkarte erfolgt.



An dieser Stelle werfen wir nun noch einen Blick auf den Windows-Leistungsindex, den wir neu ermitteln lassen, da inzwischen einige Treiber installiert wurden: Vista-Startmenü: Begrüßungscenter / Weitere Details anzeigen / Windows-Leistungsindex: nicht bewertet / Bewertung aktualisieren
Im Sinne einer Benchmark-Optimierung empfiehlt es sich natürlich Performance-Fresser wie den Windows Sidebar zuvor abzuschalten.



Da die Bewertung 1,0 leider eben nicht die Bestnote darstellt, sondern sogar das Gegenteil bedeutet, sollte man mal kurz darüber nachdenken.
Schnell erkennt man die Grafikkarte als Ursache - ihre teuer bezahlten 3D-Fähigkeiten können in der VM nicht eingesetzt werden. Daran würde auch der Einbau eines leistungsfähigeren Modells in den Host nichts ändern.

Solange man auf 3D-intensive Anwendungen wie Spiele oder Vistas neue Oberfläche Aero verzichten kann stellt dieses Manko aber nichts weiter als einen Schönheitsfehler dar.




  

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Windows Vista in einer VM - Netzwerk
Antwort #9 - 15.04.07 um 19:45:13
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Netzwerkkonfiguration

Wie schon zuvor erwähnt könnte ein im LAN eventuell vorhandener Router bereits für die Konfiguration der Netzwerkkarte gesorgt haben. Da die Möglichkeit für eine solche automatische Konfiguration aber nicht überall gegeben ist und auch nicht jedermanns Geschmack trifft beschreibe ich hier die manuelle Konfiguration der virtuellen Netzwerkkarte.

Vorraussetzung für die einwandfreie Funktion des Netzwerks ist eine eindeutige Namensgebung im LAN. Hierzu suchen wir den Dialog für Namensänderung auf über Vista-Startmenü: Rechtsklick auf Computer / Eigenschaften / Einstellungen ändern / Ändern. Als Computername verwende ich SPACELAB, aber die Namenswahl bleibt letztlich der eigenen Phantasie überlassen. Der Name sollte jedoch nicht länger als 12 Zeichen sein und keine Sonderzeichen oder Leerzeichen enthalten.
Im Feld Arbeitsgruppe muß der Name einer im LAN eventuell bereits bestehenden Arbeitsgruppe - oder zumindest der Arbeitsgruppenname des Host-Rechners - exakt eingetragen werden. OK und Neustart des virtuellen Rechners.

Ausgangspunkt der Netzwerkkonfiguration ist Vistas Netzwerk- und Freigabecenter. Man erreicht es über Vista-Startmenü: Rechtsklick auf Netzwerk / Eigenschaften.
Dabei präsentiert sich das folgende oder ein ähnliches Bild:



Erste Amtshandlung hier ist jetzt die Änderung des Netzwerk-Modus von Öffentlich in Privat. Dies erfolgt über den Link Anpassen. Erst in einem privaten Netzwerk gibt Vista Dateien frei oder ermöglicht das Sichtbarwerden der verschiedenen Netzwerk-Resourcen.
Sollte bei manueller Konfiguration der Netzwerkkarte kein Standard-Gateway im LAN zur Verfügung stehen (das ist meistens der Fall wenn kein Router vorhanden ist) muß dieser Schritt leider nach jedem booten erneut durchgeführt werden.

Vorraussetzung für die manuelle Konfiguration ohne Router bzw. DHCP-Server ist daß der Host ebenfalls manuell auf eine bestimmte IP-Konfiguration festgelegt ist - andernfalls muß bei der LAN-Funktionalität mit Problemen gerechnet werden, denn die Guest-IP-Konfiguration orientiert sich strikt an der Konfiguration des Hosts.

Im Zweifelsfall lassen sich die Eckpunkte der Host-IP-Konfiguration mit dem Befehl ipconfig -all in der Textkonsole auflisten. Wir suchen hier im Abschnitt derjenigen Host-Netzwerkkarte, welche wir zuvor in der Konfiguration von Host Virtual Network Mapping verwendet haben nach ihrer IP-Adresse und ihrem Subnetz. In diesem Beispiel wären das also die Angaben 192.168.123.30 sowie 255.255.255.0. Da in der abgebildeten Konfiguration kein Router zum Einsatz kommt wird auch keine Standardgateway-Adresse aufgeführt.



Die eigentliche TCP/IP-Konfiguration erfolgt über den Link Netzwerkverbindungen verwalten. Die Auswahl fällt hier nicht schwer da lediglich eine einzige Netzwerkkarte installiert ist, welche als LAN-Verbindung bezeichnet wird. Rechtsklick darauf / Eigenschaften öffnet den Konfigurationsdialog. Zunächst wird das Häkchen für Internetprotokoll Version 6 entfernt und anschließend Internetprotokoll Version 4 markiert. Um zu dessen Konfiguration zu gelangen klicken wir abermals auf Eigenschaften.

Die ermittelte Subnetzmaske des Hosts wird nun unverändert in die Guest-Konfiguration übernommen, bei der IP-Adresse dagegen wird die letzte der 4 Zahlen abgeändert um eindeutige Verhältnisse zu schaffen. Die ersten 3 Byte bleiben aber ebenso unverändert. Ich entscheide mich hier für die Adresse 192.168.123.100. Die weiteren Felder bleiben in LANs ohne Router leer.
Hinweis: Diese Vorschrift ist nur für sogenannte Klasse-C Netze gültig, d.h. für Netze mit der Subnetzmaske 255.255.255.0 wie in diesem Beispiel.



Ist dagegen ein Router aktiv sollte er als Standardgateway sowie als Bevorzugter DNS Server eingetragen werden. Nur das Feld Alternativer DNS Server bleibt dann frei.
Seine Adresse läßt sich ebenfalls aus der Host-Konfiguration (s.o.) ermitteln - dort würde er ebenfalls als Standardgateway aufgeführt. In den meisten Fällen dürfte dies (Netzwerkadresse).1 sein - hier also 192.168.123.1.






  

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Windows Vista in einer VM - Freigaben und Firewall
Antwort #10 - 15.04.07 um 19:46:30
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Netzwerkfreigaben

Was uns nun noch zum kleinen LAN-Glück fehlt ist eine Freigabe, welche den Datenaustausch ermöglicht. Dazu erstellen wir im Explorer unter C:\ ein neues Verzeichnis und nennen es beispielsweise Daten. Durch Rechtsklick darauf und Auswahl der Option Freigabe erreichen wir die Dialogbox zum Einrichten dieser Freigabe.
Achja - zum Explorer gelangt man übrigens über Vista-Startmenü: Rechtsklick auf Computer / Explorer.



Der aktuelle Benutzer ist bereits als Besitzer unter den Berechtigungen eingetragen, weitere berechtigte Benutzer lassen sich durch Hinzufügen auswählen. Dabei läßt sich auch gleich die Art der Berechtigung festlegen. Aus Sicherheitsgründen sollten die Zugriffsrechte allerdings grundsätzlich sparsam verteilt werden.

Dieses Vorgehen entspricht der klassischen Art der Dateifreigabe. Vista suggeriert jedoch ein anderes Konzept. Dabei wird die Freigabe der öffentlichen Ordner und auch von Mediendateien pauschal über das Netzwerk- und Freigabecenter gesteuert.
Hier mag jeder für sich selbst entscheiden welche Vorgehensweise ihm am zweckmäßigsten erscheint.

Wer die klassische Netzwerkeinrichtung bevorzugt sollte eventuell noch den oben gezeigten Freigabeassistenten deaktivieren - dazu muß unter Systemsteuerung / Darstellung und Anpassung / Ordneroptionen / Ansicht das Häkchen bei Freigabe-assistent verwenden (empfohlen) entfernt werden.
Anschließend wird die Erweiterte Freigabe verfügbar. Sie bietet über ihre gewohnte Dialogbox detailliertere Konfigurationsmöglichkeiten zum festlegen der Berechtigungen.

Ab dem Moment, in welchem mindestens eine Freigabe aktiviert worden ist, sollte unser virtueller Rechner nun in der Netzwerkumgebung der anderen LAN-Teilnehmer erscheinen.
Und umgekehrt natürlich ebenso - dies bestätigt uns ein Blick in die Netzwerkübersicht (erreichbar über Netzwerk- und Freigabecenter / Gesamtübersicht anzeigen).



Hier wird auch anschaulich dargestellt daß die Geräte Spacelab und fordprefect eng miteinander verbunden sind: fordprefect ist in diesem Beispiel nämlich der physikalische Host unserer virtuellen Maschine Spacelab.

In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis: Da die VM ja keine eigene physikalische Netzwerkkarte besitzt und ihre Datenpakete über die des Hosts geleitet werden fühlt sich eine eventuell dort laufende Personal Firewall (PFW) eventuell auch für diese zuständig und kann den Datenaustausch verhindern. In diesem Fall müssen zusätzliche Filterregeln erstellt oder Optionen eingestellt werden um das Networking zu ermöglichen.
Meine Kerio PFW wollte dazu beispielsweise erst in den Gateway-Modus geschaltet werden.


Windows Firewall

Wer sich zur Optimierung der Windows-Firewall berufen fühlt wird mit dem einfachen Aufruf der Firewall-Einstellungen aus der Systemsteuerung oder dem Sicherheitscenter heraus nicht glücklich - hier läßt sich die Firewall lediglich pauschal an- oder abschalten.

Windows unterscheidet verschiedene Netzwerkzonen (Domäne, Privat, Öffentlich) und verwaltet individuelle Einstellungen für diese. Um darauf Einfluß zu nehmen ist der Aufruf der detaillierten Firewall-Konfiguration (Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit) erforderlich. Am einfachsten gelangt man dorthin durch Vista-Startmenü: / Suchen nach WF.MSC <RETURN>






  

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Windows Vista in einer VM - Verschiedenes
Antwort #11 - 15.04.07 um 19:47:29
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Verschiedenes:


VMware Festplatten-Snapshots

Snapshots sind ein interessantes Feature von VMware, welche es ermöglichen verschiedene Einrichtungsstände des Guest-OS in Form seines aktuellen Festplatteninhalts zu konservieren. Snapshots sind also verwandt mit den Systemwiederherstellungspunkten von Windows, aber befinden sich im Gegensatz zu diesen vollständig unter der Kontrolle des Anwenders.



Verwaltet werden Snapshots über VMware-Menü: Snapshot. Der Eintrag Take Snapshot... erstellt einen Snapshot, Revert to Snapshot stellt einen zuvor gesicherten Stand wieder her, Remove Snapshot entfernt den Sicherungsstand als solches - dabei werden die Änderungen in die ursprünglich erstellte Festplattendatei eingearbeitet.

Zwar sind Snapshots ein hervorragendes, komfortables Werkzeug welches besonders in experimentellen Umgebungen sehr hilfreich ist, aber ein kleiner Nachteil soll hier nicht verschwiegen werden: Der Performance-Vorteil einer zu Anfang erstellten "Komplettfestplatte", wie sie auch in diesem Projekt zum Einsatz kommt, geht dabei nach und nach verloren. Da die einzelnen Snapshots als eigenständige Dateien verwaltet werden ist nicht mehr gewährleistet daß die virtuelle Festplatte Host-seitig unfragmentiert vorliegt.


Schreibgeschützte VMware Festplatten

VMware kann dazu veranlaßt werden einzelne oder alle Festplatten einer VM mit einem Schreibschutz zu versehen. Dabei kann zur Laufzeit der VM zwar uneingeschränkt auch schreibend darauf zugegriffen werden, nach ihrem Abschalten werden aber alle in der Sitzung getätigten Änderungen verworfen.
Diese Einstellung ist beispielsweise für fertig eingerichtete Guests wie Firewalls oder Browser-Anwendungen sinnvoll, welche an der Internet-Front betrieben werden sollen. Eine dermaßen konfigurierte virtuelle Festplatte hätte also auch einen eventuellen Virenbefall nach Sitzungsende bereits wieder vollständig vergessen.

Diese Option wird in den erweiterten Festplatteneinstellungen aktiviert: Edit virtual machine settings / Festplatte auswählen / Advanced / Independent aktivieren / Nonpersistant einstellen.



Eine solche Nonpersistant-Festplatte kommt nicht in den Genuß von Snapshots da technisch im Prinzip derselbe Mechanismus Verwendung findet.


Verschieben und Klonen von VMs

Aufgrund ihres Platzbedarfs auf der Festplatte kann es durchaus mal erforderlich werden den Speicherort der VM-Dateien auf eine andere Partition, eine andere Festplatte oder gar auf einen anderen PC zu verlagern. Da VMware nicht zweifelsfrei erkennen kann ob die jeweilige VM dabei kopiert oder ob sie verschoben wurde erfolgt beim nächsten Start eine Abfrage zum weiteren Vorgehen:



Die Zuweisung einer neuen UUID bewirkt eine Änderung der VM-BIOS-Kennung sowie eine Änderung der MAC-Adressen der virtuellen Netzwerkkarten. Dies vermeidet Probleme, welche beim gleichzeitigen Betrieb geklonter Rechner im Netzwerk auftreten.
Was Windows betrifft ist das aber, ganz abgesehen von der lizenzrechtlichen Situation, nur die halbe Miete - sollen hier Klone im LAN betrieben werden muß zuvor darüberhinaus noch Windows' interne SID geändert werden.
Außerdem bewirkt im Falle von WXp oder Vista die Änderung der UUID, ebenso wie eine Hardwareänderung, ein Hochsetzen des Windows-internen Neuaktivierungszählers!


3D-Funktionen der virtuellen Grafikkarte aktivieren

Durch Hinzufügen von Einträgen in der Konfigurationsdatei der VM (in unserem Falle also die Windows Vista (experimental).vmx) läßt sich VMware dazu überreden rudimentäre 3D-Funktionen für die VM zu aktivieren. Dies ist aber keine offiziell unterstützte Funktion und  - der praktische Nutzen ist fragwürdig.
Es handelt sich dabei um die folgenden Zeilen, welche einfach mittels Texteditor am Ende der VMX-Datei hinzugefügt werden müssen:
Code
Alles auswählen
mks.enable3d = "TRUE"
svga.vramSize = "134217728" 



Der Wert unter svga.vramSize entspricht 128 MB, das ist die von Vista empfohlene Mindest-RAM-Größe der Grafikkarte. Es lassen sich aber auch andere Werte verwenden. Natürlich bekommen wir diesen Grafikspeicher nicht geschenkt - er wird aus dem VM-RAM abgezwackt und steht dann dem Guest-OS nicht mehr als Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Nach dem anschließenden Starten der VM bemerken wir aber keine sichtbare Veränderung der VM - die Oberfläche Aero läßt sich auch weiterhin nicht benutzen. Ein erneut gestarteter Vista-Leistungstest liefert die Erklärung:



Zwar wird nun die Grafikleistung für Aero deutlich besser eingestuft (1,9 im Gegesatz zum ursprünglichen Wert von 1,0), aber an der eigentlichen 3D-Leistung hat sich aus Vistas Sicht nichts geändert...




  

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Windows Vista in einer VM - Dienste und Dateien
Antwort #12 - 15.04.07 um 19:49:10
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VMware Dienste auf dem Host

VMware installiert die folgenden 5 abgebildeten Dienste im Host-OS:



Für unser Projekt erforderlich sind davon aber lediglich zwei Stück, nämlich VMware Authorization Service sowie VMware Registration Service. Leider handelt es sich bei diesen beiden aber auch um die größten Resourcenfresser auf dem Host. Sind sie aktiv können sie, abhängig von der Konfiguration, schonmal 50..100 MB Arbeitsspeicher benötigen.

Wem dies weh tut der kann sie allerdings abschalten - solange VMware nicht benutzt wird. Zu diesem Zweck habe ich ein kleines Startskript geschrieben, welches diese Dienste beim Aufruf von VMware startet und sie nach dessen Beendigung wieder abschaltet:

VMWARE-CDK.CMD
Code
Alles auswählen
net start VMAuthdService
net start vmserverdWin32
@e:
@cd "\programme\Anwendungen\VMware\VMware Server\"
start /wait "VMware cdk" vmware.exe %1 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
net stop vmserverdWin32
net stop VMAuthdService 


Der verwendete Verzeichnispfad muß allerdings noch an das eigene System angepaßt werden.

Der Virtual Mount Manager Dienst wird benötigt wenn eine VMware-Festplattendatei (.VMDK) als Partition im Host gemountet werden soll, er ist aber auch hilfreich beim Import von Fremdformaten.

Die VMware-Dienste für NAT und DHCP kommen zum Einsatz falls Netzwerkarten in VMware konfiguriert wurden, welche diese Features verwenden.


VMware Dateien auf dem Host

Hier noch eine kurze, unvollständige Vorstellung der Dateien, welche nicht im Programm-Verzeichnis selbst erzeugt wurden.

Dabei wäre in erster Linie das Verzeichnis zu nennen in welchem die jeweilige VM angelegt wurde:
  • windows vista (experimental).vmx: Konfigurationsdatei der VM (Text)
  • vistahd0.vmdk: Definitionsdatei der Festplatte (Text)
  • vistahd0-flat.vmdk: Festplattenabbild (binär)
  • nvram: Abbild des VM-CMOS-RAMs, also BIOS-Einstellungen
  • vistahd0-000001.vmdk: Binärdaten Snapshot #1
  • windows vista (experimental).vmsd: Snapshot-Definitionsdatei (Text)
  • windows vista (experimental)-snapshot1.vmsn: Snapshot-Verwaltungsdatei (binär)
  • windows vista (experimental).vmem: Speicherabbild der VM, wenn im Status suspended (binär)
  • vmware.log: Logdatei der VM-Sitzung. Kann bei der Problembehebung hilfreich sein (Text)
  • vmware-*.log: Backups älterer Log-Dateien (Text)

Neben diesen VM-spezifischen Dateien werden noch weitere Dateien im Userverzeichnis sowie unter All Users angelegt, dort jeweils unter ...\Anwendungsdaten\VMware. Es handelt sich dabei um Konfigurationsdateien der Oberfläche und der Netzwerkeinstellungen, auf welche ich aber nicht weiter eingehen möchte.



  

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Windows Vista in einer VM - Hinweise
Antwort #13 - 15.04.07 um 19:50:43
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Weitere Hinweise bei Problemen:


Windows XP Rechner im LAN unsichtbar

Sollten Windows XP Rechner im LAN zwar Freigaben zur Verfügung stellen aber in Vistas Netzwerkumgebung nicht gefunden werden, liegt das vermutlich daran daß ihnen ein Patch fehlt - und zwar das MS-Update KB922120.
Dabei handelt es sich um das LLTD Antwort-Protokoll (Verbindungsschicht-Topologieerkennungs-Antwortprogramm), welches mit diesem Patch nachinstalliert wird.


Authentifizierungs-/Zugriffsprobleme im Netzwerk

Da Vista standardmäßig ausschließlich das NTLMv2 Protokoll zur Authentifizierung verwendet kann es zu Problemen mit Geräten / Rechnern kommen welche dieses nicht unterstützen. Kann diese Unterstützung auch nicht aktiviert werden muß Vista angewiesen werden mit den älteren LM und NTLM Protokollen zu arbeiten - was allerdings auch einen Verlust von Netzwerksicherheit bedeutet.

Dies wird erreicht durch die Änderung des Registrywertes
HKLM \ System \ CurrentControlSet \ Control \ Lsa \ LMCompatibilityLevel
von 3 auf 1.

Eine elegantere Vorgehensweise ist aber der Weg über die Sicherheitsrichtlinien: Vista-Startmenü: Suche nach secpol.msc / Lokale Richlinien / Sicherheitsoptionen / Netzwerksicherheit: LAN-Manager Authentifizierungsebene. Diese Einstellung ändern auf LM- und NTLM-Antworten senden (NTLMv2-Sitzungssicherheit verwenden, wenn ausgehandelt)


VM-Systemuhr geht nach dem Mond oder CPU-Lastanzeige pumpt zyklisch

Dieser Effekt tritt bei meinem Athlon64-System auf, wenn Host-seitig das Powermanagement Cool'n'Quiet aktiviert ist. Dabei wird der CPU-Takt stark verringert und nur bei Bedarf auf Höchstleistung geschaltet.
Abhilfe: Im Host unter Systemsteuerung / Energieoptionen anstelle des Energieschemas Minimaler Energieverbrauch das Profil Desktop einstellen. Ab sofort läuf die CPU konstant mit Nenngeschwindigkeit, allerdings kann ein Host-Neustart erforderlich sein bis sich die stabilen Timingverhältnisse bis zum Guest-OS durchgesprochen haben.


USB2.0-Geräte arbeiten in der VM mit USB1.1-Geschwindigkeit

Dieses Verhalten ist völlig normal und entspricht der Spezifikation von VMware Server - USB2.0-Unterstützung ist bislang nicht implementiert.


Verwendung eines USB2.0-Speichersticks in der VM

Hier liegt offensichtlich ein Bug in der Abstimmung zwischen VMware Server 1.02 und Windows Vista vor, der sich dadurch bemerkbar macht daß der USB-Stick nach Anschluß zwar vom Guest erkannt wird, aber die erforderlichen Treiber nicht installiert werden können. Es ist nicht auszuschließen daß auch andere USB2.0-Geräte von diesem Problem betroffen sein könnten.



Abhilfe: Den Speicherstick in den USB1.1-Modus zwingen durch Zwischenschalten eines USB1.1-Hubs oder durch Abschalten der USB2.0-Unterstützung im Host-BIOS.


Warum funktioniert der Datenaustausch über die Zwischenablage zwischen Guest und Host nicht, obwohl dies in den VMware-Einstellungen konfiguriert ist?

Gute Frage! Nächste bitte...




  

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Windows Vista in einer VM - Ausblick
Antwort #14 - 15.04.07 um 19:51:39
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Ausblick

Der VMware Server ist eigentlich zu höherem bestimmt, wenngleich er sich ebenso für unsere "banalen" Zwecke mit Einzel-VMs eignet. Man fragt sich dabei nur warum man zu Beginn erst die Auswahl treffen muß sich nochmals am eigenen Rechner amzumelden.
Wer möchte kann deshalb aber, nach Erstellung und Einrichtung der VM, umschwenken zum ebenso kostenlosen VMware Player (Download 30 MB). Dieses Paket ist wesentlich schlanker als der Server und dazu gedacht bereits fertig eingerichtete VMs "abzuspielen" - mehr ist zum Produktiv-Betrieb einer konfigurierten VM also nicht erforderlich.

Wer durch diesen kleinen Ausflug in die Welt der VMs Geschmack daran finden sollte alternative Betriebssysteme "im Fenster" auszuprobieren der sei noch auf die kostenlosen VMware Appliances (Hersteller-Downloadseite) hingewiesen. Dabei handelt es sich um vorgefertigte VMs, hauptsächlich auf Linux-Basis, welche für verschiedene Netzwerkanwendungen (Router, Firewall, Webserver...) zum Download bereitstehen. Ihre Verwendung wird eigentlich nur durch den freien Festplattenplatz eingeschränkt - da heißt es: runterladen, starten, benutzen.
Wessen PC die Tortur einer Vista-VM souverän bewerkstelligt kann in der Regel stattdessen ebenso mehrere dieser Produktiv-Anwendungen gleichzeitig betreiben.
VMware empfiehlt für den Einstieg die vorgefertigte Browser-Appliance (Download 260 MB)

Manch einer dürfte es mittlerweile ahnen: VMs sind prädestiniert zur Einrichtung von Netzwerk-Testumgebungen. Auf einem einzigen, mit ausreichend Arbeitsspeicher bestückten PC, lassen sich mit mehreren gleichzeitig laufenden VMs komplexe Netzwerk-Szenarien abbilden.
Vorraussetzung hierfür sind neben Netzwerk-Grundkenntnissen das Verständnis der verschiedenen Arten der virtuellen Netzwerkkarten von VMware, ihrer Einsatzmöglichkeiten und ihrer Eigenheiten. Eine ausgezeichnete Einführung mit Erklärungen und Beispielen hierzu bietet das PDF-Dokument "Netzwerke mit VMware – Teil1" von Sven Ahnert. Es kann über die Webseite http://www.vmaschinen.de/cgi-bin/vmware.cgi?netzwerk kostenlos heruntergeladen werden.


Hiermit wäre ich nun also am Ende meines Monologs angelangt - für die weitere Diskussion steht im Forum ein eigener Thread zur Verfügung:






  

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